Murderous

USA 2026
Director: Neil LaBute
Cast: Gia Crovatin, Thomas Sodaski, Jordan Baker

107 Min. | OV
World Premiere
Independent

Ein Film wie aus einer anderen Zeit. Mit seinen pointierten Dialogen, seinem fast schon klaustrophobischen Kammerspiel-Setting und seinen extrem genau gezeichneten Figuren, deren vielfältige Facetten sich nur nach und nach offenbaren, steht Neil LaButes bitterböser Psychothriller in einer Filmtradition, die eigentlich schon lange abgerissen ist. Er selbst führt Filme wie Joseph L. Mankiewicz‘ »Sleuth« (1972) und Alfred Hitchocks Krimi-Kammerspiele »Rope« (1948) und »Dial M for Murder« (1954) als Vorbilder für »Murderous« an. Das sind ambitionierte Referenzen, hinter denen sich dieser leise und psychologisch überaus präzise Thriller aber nicht verstecken muss. Marian, eine aufstrebende Drehbuchautorin und Regisseurin, hat mit ihrem Debüt für Furore gesorgt. Doch nun steckt sie in einer Krise, die sich noch verstärkt, als ihr früherer Studienkollege Norman bei ihr auftaucht. Er behauptet, dass ihr Film auf seinen Ideen beruht, die sie ihm gestohlen hat. Daraufhin verstricken sie sich einem verbalen Duell, das auf eindrucksvolle Weise neben dem verminten Territorium komplexer Beziehungen auch offenlegt, wie Erfolg oder Misserfolg Menschen deformieren.