»What you lookin’ at? You all a bunch of fuckin’ assholes. You know why? You don’t have the guts to be what you wanna be. You need people like me. You need people like me so you can point your fuckin’ fingers and say, ›That’s the bad guy.‹ So … what that make you? Good? You’re not good. You just know how to hide, how to lie. Me, I don’t have that problem. Me, I always tell the truth. Even when I lie. So say good night to the bad guy!«

 »The World is Yours« ist die Botschaft, die über de Palmas Epos schwebt. Eine Verheißung von Corporate America, die den amerikanischen Traum in einen Alptraum verwandelt. Das Tony Montana sich inspiriert davon aus dieser Allgegenwart von Illusion und Lüge erhebt und als moralisches Individuum in einer unmoralischen Gesellschaft definiert, ist so bissig wie bizarr von de Palma erzählt. Aristoteles’ Poetik trifft schrille Satire. Wahrheit und Lüge sind in Reagans Amerika aus ihrem subjektiven Raster ausgelöst, die Deutungshoheit unterliegt dem Kapital.

 

Mi., 4.9. – 20:00 Uhr

cine K, Bahnhofstraße 11

 

Brian De Palma

Mit Filmen wie »Sisters «, »Obsession« oder »Carrie« hat er dem New Hollywood seinen Stempel aufgedrückt. Dennoch, seine Verehrung für Hitchcock hat ihm immer den Vorwurf eines Plagiators eingebracht. Wir wissen, ein Filmemacher, der Pacinos legendäre Koks Szene als Hommage an Bambis »First Snow«-Moment erzählt, kann nicht ganz schlecht sein.