Paule Pauländer

GER 1976
Regisseur : Reinhard Hauff
Darsteller : Manfred Reiss, Angelika Kulessa, Manfred Gnoth, Katharina Tüschen, Werner Eichhorn, Margret Homeyer

88 Min. | DF | Deutsche Fassung

Tribute

In dem 1975 erschienenen Film »Paule Pauländer« zeigt uns Burkhard Driest als Drehbuchautor eine längst vergangene Welt: Wir begleiten den 15-jährigen Paule in seinem harten Leben auf dem elterlichen Hof. Unter der strengen Hand seines cholerischen Vaters, der um den Erhalt des Hofes kämpft, muss er mit seinem Bruder Schwerstarbeit verrichten. Als dieser den Hof verlässt, findet der schüchterne und
gehorsame Paule in dem Stadtmädchen Elfi den Anstoß zur Rebellion unter dem despotischen wie plumpen Vater. Driest entwirft in seiner dritten Zusammenarbeit mit Regisseur Reinhard Hauff ein Portrait des langsamen Untergangs der Kleinbauernwirtschaft und eine Momentaufnahme des Landlebens der 70er Jahre. Ein entromantisierter und kritischer Heimatfilm, der hartes Hofleben, Gewalt in der Erziehung und Patriarchismus aufs Korn nimmt. Die Geschichte beruht auf dem Lebensweg eines Mithäftlings Driests. Die Authentizität von »Paule Pauländer« speist sich nicht zuletzt aus den Hauptdarstellern: Vater und Sohn wurden in der Provinz aufgegabelt. Der Sohn muss auch imrealen Leben für den Stiefvater Schwerstarbeit verrichten und folgt nach Drehende Paules Weg…