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Jan-Ole Gerster eröffnet zum zweiten Mal das Internationale Filmfest Oldenburg: Corinna Harfouch spielt »Lara«


2012 war Jan-Ole Gersters Debüt »Oh Boy« der Eröffnungsfilm des Internationalen Filmfests Oldenburg und begeisterte auf ganzer Linie Jury, Kritiker und Publikum. Gersters zweiter Film »Lara« wird das diesjährige Filmfest einläuten.


Sieben Jahre ist es her, dass der atmosphärische, schwarz-weiß gedrehte Indie-Film »Oh Boy« beim Internationalen Filmfest in der Huntestadt für Begeisterung sorgte. Die Oldenburger Lorbeeren für Jan-Ole Gersters Debütfilm: der German Independence Award Bester Deutscher Film, der German Independence Award Publikumspreis und der Seymour Cassel Award für Hauptdarsteller Tom Schilling, der nun auch in Gersters neuem Film »Lara« die männliche Hauptrolle besetzt.

Von Oldenburg aus traten Gerster und Schilling 2012 einen internationalen Siegeszug an – Ersterer für Drehbuch und Regie, Letzerer als bester Schauspieler. Es folgten der Deutsche Filmpreis (sechs Lolas) und der Europäische Filmpreis (Bester Nachwuchsfilm).

Grundlage seines zweiten Films ist das Drehbuch des Slowenen Blaž Kutin. Verblüffend sind die Parallelen zwischen »Lara« und »Oh Boy«: Zuschauende folgen jeweils für einen Tag einer Person in Berlin. Deren subjektive Ängste und Zweifel bilden jeweils das Zentrum in beiden Filmen.

Während in »Oh Boy« die Zukunftsängste den gescheiterten Jurastudenten Niko umtreiben, der sich im Gestrüpp der Möglichkeiten verliert, ist in »Lara« die Auseinandersetzung einer Mutter mit ihrer Vergangenheit und der Verbindung zu ihrem Sohn das leitende Motiv. Lara Jenkin ist mit einer Leere in ihrem Leben konfrontiert, die auch an ihrem Geburtstag nicht aussetzen will. Nicht einmal ihr Sohn Victor scheint sich zu melden.

Lara, selbst einst eine ambitionierte Klavierschülerin, hatte alle Kraft in die musikalische Entwicklung ihres Sohnes investiert, der an ihrem Ehrentag ein großes Konzert spielen wird. Allerdings ohne seine Mutter eingeladen zu haben.

Bei Lesen des Drehbuches hatte Gerster unmittelbar Corinna Harfouch als Besetzung für die Rolle der Lara im Sinn. Die Theater- und Filmschauspielerin hat u. a. durch Produktionen wie »Der große Bagarozy« (1999, Bernd Eichinger), »Vera Brühne« (2001, Harm Bohm), »Der Untergang« (2004, Oliver Hirschbiegel) und »Was bleibt« (2012, Hans-Christian Schmid) bleibenden Eindruck hinterlassen.

Produziert wurde der Film von Marcos Kantis für Schiwago Film, in Koproduktion mit Studiocanal Film. Den Weltvertrieb hat Beta Cinema übernommen. Der offizielle Kinostart von »Lara« ist der 7. November 2019.

Am Mittwoch, den 11. September, eröffnet »Lara« ab 19.00 Uhr das 26. Internationale Filmfest Oldenburg mit einer feierlichen Galapremiere in Anwesenheit von Regie, Darstellern, Produktion und weiteren Gästen zum Film.

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