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Das 25. Internationale Filmfest Oldenburg ehrt den Oscargewinner Keith Carradine mit einem Tribute

Mit Keith Carradine hat das Internationale Filmfest Oldenburg einen der großen Charakterdarsteller Hollywoods zu Gast, der seit den frühen 70ern in Kino- und zuletzt auch TV-Rollen fasziniert.

Seine Karriere ist beeindruckend, die Liste der Filme, die er mit seiner Präsenz unvergesslich gemacht hat, lang.  Hauptrollen in Filmen wie Ridley Scotts »Die Duellisten«, Alan Rudolphs »Willkommen in LA« und Louis Malles »Pretty Baby« absolvierte er, bevor er überhaupt 30 Jahre alt war.

 

Carradine hat Bühnenblut in seinen Adern, seine Familie ist »Hollywood Royalty«. Sein Vater war John Carradine, einer von John Fords Lieblingsdarstellern. Sein Halbbruder David wurde als Caine in der Fernsehserie »Kung Fu« weltberühmt und seine älteste Tochter Martha Plimpton ist eine bekannte und vollendete Darstellerin.

 

Neben seinen Arbeiten für Alan Rudolph in den 80ern spielte er in Walter Hills »Long Riders« und »Die letzten Amerikaner«, Samuel Fullers »Straße ohne Wiederkehr« und Simon Callows »Die Ballade vom traurigen Café«. Im Fernsehen spielte er Rollen in einigen der besten Serien jüngerer Zeit, darunter in »Dexter« als Special Agent Frank Lundy, als Lou Solverson in »Fargo« und den Präsidenten der USA in »Madam Secretary«.

 

In jeder dieser Rollen lieferte Keith Carradine großartige Performances ab. Er bleibt seinem Anspruch treu, ein Darsteller zu sein. In einem Interview mit der New York Times sagte er 1977: »Die Leute denken, dass ich wirklich ein Schuft bin« und spielte damit augenzwinkernd auf die Schwierigkeit an, seine Rollen von dem Menschen Carradine zu trennen. Ein größeres Kompliment kann man einem Darsteller nicht machen.

 

Und so ist es eine fast normale Ironie Hollywoods, dass er, obwohl es einen Academy Award sein Eigen nennen darf, für seine eindringliche, subtile Leinwandpräsenz als Schauspieler noch nicht geehrt wurde. Den Oscar gewann er für den besten Song, sein »I’m Easy« aus Altmans »Nashville«, mit dem er seine eigene Rolle des Tom Frank noch ein Stück intensiver gemacht hat.

 

Keith Carradine wird vom 12. bis zum 16. September in Oldenburg zu Gast sein. Zu der Europapremiere von »Ray Meets Helen«, seiner insgesamt sechsten Zusammenarbeit mit Alan Rudolph, gesellen sich drei seiner Klassiker, die er hier dem Publikum vorstellen wird. Neben Robert Altmans »Nashville« werden Ridley Scotts meisterhaftes Regiedebüt »Die Duellisten« sowie »Trouble In Mind« von Alan Rudolph zu sehen sein.

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