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Preisträger des 24. Internationalen Filmfest Oldenburg und Abschlussbilanz

17.09.17

Die 24. Ausgabe begann in jeder Hinsicht stürmisch. Am Mittwoch eröffnete das Festival mit der Weltpremiere von Kubilay Sarikayas und Sedat Kirtans Erstlingsfilm „Familiye“, dessen adrenalinhaltige Erzählweise die über 1500 Zuschauer in der ausverkauften EWE Arena in ihren Bann zog. Auf dem Red Carpet sorgten zahlreiche Stargäste und hunderte Fans für einen
euphorischen Auftakt.

Nicht Blockbuster- und Mainstreamproduktionen sondern ambitionierte und risikofreudige Independentfilme machten das als „deutsches Sundance“ gepriesene Internationale Filmfest Oldenburg auch in diesem Jahr wieder zu einem kreativen und lebendigen Ort für alle anwesenden Filmschaffenden. Mit überdurchschnittlich vielen Welt- und Internationalen Premieren, darunter
auch „Quest“ von Santiago Rizzo, in dem der diesjährige Tribute-Ehrengast Lou Diamond Phillips eine tragende Rolle übernahm, wurde das Festival für fünf Tage wieder zum Zentrum für junges, aufstrebendes Kino.
Mit Edward R. Pressman, dem die diesjährige Retrospektive galt, ist es dem Filmfest gelungen, 50 Jahre Filmschaffen aus Hollywood in die Hunte-Stadt zu bringen. Beiden Ehrengästen, Lou Diamond Phillips und Edward R. Pressman, wurde bei der Filmfest-Gala des Festivals im Oldenburger Staatstheater der German Independence Honorary Award verliehen.


Für großen Wirbel sorgte auch die Vergabe des 11. Sterns auf dem OLB-Walk of Fame. Kein geringerer als Moritz Bleibtreu, der schon bei der Eröffnungsgala als Ko-Produzent von „Familiye“ für viel Aufregung auf dem Roten Teppich sorgte, enthüllte voller Stolz vor unzähligen Fans seinen Stern.

Mit insgesamt über 16.000 Zuschauern in den Festivalkinos, der EWE-Arena, dem Oldenburgischen Staatstheater und in den weltweit einzigartigen JVA-Vorführungen, wo Gäste und Insassen gemeinsam Kino erleben können, ist auch in diesem Jahr ein starkes Interesse und Zuwachs am Internationalen Filmfest Oldenburg zu verzeichnen. Ein vielfältiges und künstlerisch lebendiges
Festival ging am Sonntag mit der Closing Night Gala, dem Abschlussfilm „Alte Jungs“ von Andy Bausch und der Bekanntgabe der Preisträger feierlich zu Ende.

Die Kurzfilmjury, bestehend aus Produzentin Martina Valentina Baumgartner, Schauspieler Nic Romm und Regisseur Benjamin Teske, vergab den German Independence Award für den Besten Kurzfilm an Thierry Besselings und Loic Tansons „Sur le Fil“.

Eine lobende Erwähnung fand die Kurzfilmjury des Filmfest Oldenburg zudem für Philipp Andonies „Vand“.

Der Seymour Cassel Award für die besten Darsteller ging in diesem Jahr an Lindsay Burdge für die Hauptrolle in „Thirst Street“ sowie an Gregory Kasyan in „Quest“.
Das Advisory Board ehrte zudem den Film „Blind & Hässlich“ von Tom Lass mit einer Special Mention und lobt dabei besonders die „starke Performance des Ensembles“.

Der Hauptpreis, der German Independence Award für den besten Film in der Independent-Reihe des Filmfests, ging an „Familiye“ von Kubilay Sarikaya und Sedat Kirtan. Dieses Jahr wird der German Independence Award - Best Film erstmals vom langjährigen Hauptsponsor des Festivals, der Oldenburgischen Landesbank, vergeben und dotiert. Außerdem erhält der Gewinner als zusätzliches Sponsoring von ALIAS FILM & Sprachtransfer GmbH eine Untertitelung.

Zu den Gästen des diesjährigen Festivals gehörten neben Edward R. Pressman (Retrospektive) und Lou Diamond Phillips (Tribute), Deborah Kara Unger und RP Kahl (A Thought of Ecstasy), Moritz Bleibtreu sowie Kubilay Sarikaya und Sedat Kirtan (Familiye), Lindsay Burdge (Thirst Street), Santiago Rizzo (Quest), Tom Lass und Naomi Achternbusch (Blind und Hässlich), Simon Rumley, der gleich mit den zwei außergewöhnlichen Filmen „Crowhurst“ und „Fashionista“ zu Gast war, Maria Furtwängler, die ihren neuen Tatort „Der Fall Holdt“ präsentierte. Aus Holland feierten die „New Kids“ Tim Haars und Huub Smit die Deutschlandpremiere ihres neuen Film „Ron Goossens, Low-Budget Stuntman“. Direkt von den Dreharbeiten kamen Valeria Golino und Silvio Soldini nach
Oldenburg, um ihren Film „Emma“ vorzustellen.

 

DIE PREISE IM ÜBERBLICK
German Independence Award – Bester Film
FAMILIYE von Kubilay Sarikaya und Sedat Kirtan

Seymour Cassel Award –
Beste Darstellerin: Lindsay Burdge in „Thirst Street“
Bester Darsteller: Gregory Kasyan in „Quest“
Lobende Erwähnung:
BLIND & HÄSSLICH von Tom Lass – Film und gesamtes Ensemble

German Independence Award – Bester Kurzfilm:
SUR LE FIL von Thierry Besseling und Loic Tanson
Lobende Erwähnung:
VAND von Philipp Andonie

 

Der 24. Jahrgang des Internationalen Filmfest Oldenburg war ein rauschendes Filmfest und ein voller Erfolg.