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PM 4: Filmfest Oldenburg vermeldet erste Programmhighlights

13.08.14

TRAILER
Auf der heutigen Pressekonferenz im Casablanca Kino feierte der neue Trailer für das Oldenburger Filmfest seine Premiere. Die Regie übernahm in diesem Jahr der Festivalleiter Torsten Neumann in Co-Regie mit Deborah Kara Unger unterstützt von der serbischen Kamerafrau Irina Dragojevic. Zum ersten Mal in 21 Jahren Filmfest wurde der Trailer nicht in Spielfilmmanier sondern als Dokumentarfilm gedreht. Sieben Oldenburger Obdachlose sprechen über Kino und das Leben. Authentisch und bewegend zeigen ihre Kommentare auf, dass die Grenze zwischen Kino und Leben fließend ist. Mit diesem sozialen Hintergrund und dem direkten Heimatbezug wird ein Stück Oldenburg auf die Leinwand gebracht.
Die Produktion des Trailers wurde unterstützt von Kinematograph 24/7, Berliner Synchron, trickWILK und Schwarzseher Film.
Link zum Trailer:
https://vimeo.com/103212025

ADVISORY BOARD INTERNATIONALES FILMFEST OLDENBURG
Das Filmfest benennt ein Advisory Board, das sich aus Freunden und langjährigen Gästen des Festivals zusammen setzt, die einen besonderen Status innerhalb der Filmindustrie inne haben. Neben der klassischen Funktion der Vernetzung und Beratung wird das Festival alljährlich drei Board Mitglieder berufen, die den Seymour Cassel Award vergeben werden.
Erste Board Members: RP Kahl, Deborah Kara Unger, Matthew Modine, John Gallagher. Weitere werden benannt.

SEYMOUR CASSEL AWARD
Der Preis für eine herausragende schauspielerische Leistung wird erstmals nicht auf die Deutschen Filme begrenzt.
Der Preis wird für den besten Darsteller innerhalb der Filme der Independent Sektion vergeben.
Die Jury dazu bilden jeweils drei vom Filmfest benannte Mitglieder des Advisory Boards.

PROGRAMMHIGHLIGHTS
ONE OF A KIND (FR 2013) DP – Regie Francois Dueryon
Autor und Regisseur Francois Duperyon adaptiert seinen eigenen Roman für die Leinwand. Die Geschichte von Fredi (Grégory Gadebois), dessen Hände heilende Kräfte besitzen und dessen Gabe ihm selber kein Glück zu bringen scheint. Hauptdarsteller Grégory Gabedois wurde für seine Rolle für den Cesar nominiert. Regisseur Duperyon ist in Deutschland vor allem durch „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ bekannt geworden.

JACK (D 2014) – Regie Edward Berger
Edward Bergers Film wurde im Wettbewerb der Berline uraufgeführt. Die Geschichte um den 10jährigen Jack, der mit seinem Bruder Manuel auf eine Reise geht, um seine Mutter wieder zu finden, erhielt viel Lob, nicht nur für Ivor Pitzka in der Rolle von Jack. Produziert ist der Film vom Oldenburger Jan Krüger und der Port-Au-Prince Filmproduktion.

10 000 KM (ES 2014) DP – Regie Carlos Marquel-Marvel
Nachdem der Film auf dem Málaga Film Festival seine Weltpremiere feierte und alle wichtigen Awards gewann, begeisterte Carlos Marquel-Marvels Debüt auch beim SXSW Festival in Austin. Der Film erzählt die Geschichte eines jungen Paares, deren Beziehung in einer multimedialen Gesellschaft auf die Probe gestellt wird. 10 000 KM voneinander getrennt fällt es den beiden oft schwer zwischen Realität und Illusion zu unterscheiden.

HUMAN VOICE (IT 2014) DP – Regie Edouardo Ponti
Die legendäre Film-Ikone Sophia Loren kehrt auf die Leinwand zurück. In Jean Cocteau’s Adaption dieses „one woman plays“ spielt sie unter der Regie ihres Sohnes Edouardo Ponti eine Frau, die im Herbst ihres Lebens eine emotionale Achterbahnfahrt durchlebt. Der Film feierte auf dem Tribeca Festival seine Premiere und wurde zudem in Cannes gezeigt. Sophia Loren erhielt für diese grandiose Darstellung bereits einen Donatella Award, den italienischen Oscar.

CHARLIE’S COUNTRY (AUS 14) DP – Regie Rolf de Heer
Die Premiere wurde in Cannes gefeiert, bei der Co-Autor und Star, David Gulpili, Schauspieler-Ikone und Aborigine, der in Nicolas Roegs Klassiker „Walkabout“ (1971) debütierte – den Preis als bester Schauspieler in der Sektion „Un Certain Regard“ erhielt. Rolf de Heers Film ist ein humanistisches Portrait eines Entwurzelten. Begriffe wie Heimat und Menschenwürde werden vom Film und seinem wunderbaren Protagonisten mit Herz und Emotion erfüllt.

FEVER (FR 2014) IP – Regie Raphael Nael
Regiedebütant Raphael Nael liefert ein Erstlingswerk, das mit glänzenden Darstellern und einer fantastischen Geschichte dem Zuschauer direkt unter die Haut geht. Zwei hochbegabte Schüler erledigen ihre Philosophie-Hausaufgabe auf der Straße, in dem sie eine unbekannte Frau umbringen. Der perfekte Mord, weil komplett ohne Motiv und dem Zufallsprinzip folgend. Was die Tat im Nachgang auslöst, haben die zwei so nicht vorhergesehen.

MISS MEADOWS (USA 2014) IP – Regie Karen Leigh Hopkins
Mary Poppins meets Pulp Fiction in Karen Leigh Hopkins düster charmanten Satire über das amerikanische Kleinstadtleben. In Katie Holmes hat sie eine perfekte Darstellerin gefunden, die sich mit ihrer Performance endgültig als Charakterdarstellerin etablieren dürfte. Der Film wurde beim Tribeca Festival uraufgeführt und wird Oldenburg seine Internationale Premiere feiern.

DER SAMURAI (D 14) – Regie Till Kleinert
Till Kleinerts Regiedebüt ist ein Glücksfall des jungen deutschen Kinos. Mit viel Mut und Stilwillen begibt er sich in eine Geschichte, die Genreelemente zwischen Horror und Mysterythriller mit Themen des Queer Cinema balanciert. Produziert von der Berliner Schattenkante Filmproduktion, die schon mit Dr. Ketel 2011 in Oldenburg für Furore gesorgt haben und den German Independence Award gewinnen konnten.

JEALOUSY (F 13) DP – Regie Philippe Garrel
In der 5. Zusammenarbeit zwischen Vater und Sohn, erschafft der legendäre Regisseur Philippe Garrel, vor kurzem vom British Filminstitute mit einer umfassenden Retrospektive geehrt, einen Film motiviert aus seinem eigenen Leben. Die kreative Zusammenarbeit zwischen Vater und Sohn wurde gerade in der New York Times als herausragende künstlerische Leistung gewürdigt. Sohn Maurice interpretiert in „Jealousy“ letztlich die Figur des eigenen Vaters, der seine Geschichten immer schon direkt dem Leben entliehen hat.

BAD CITY (CAN 14) WP – Regie Carl Bessai
Carl Bessai ist in seiner Heimat Kanada einer der versiertesten Autorenfilmer, der mit seinen Filmen schon etliche Preise errang. Nun hat er sich mit „Bad City“ aller Fesseln des Arthousekinos entledigt und liefert eine ebenso liebevolle wie wüste Hommage an das Blaxploitation Kino der 70er Jahre ab. Von den kruden Rückprojektionen bis hin zu wunderbar montierten Split-Screen Sequenzen ein einziges Fest für Genrefans!

WHITE SHADOW (D/TZ 2013) – Regie Noaz Deshe
In seinem erstaunlichen Debüt begeistert und schockiert der in Berlin lebende israelische Regisseur Noaz Deshe die Kinowelt gleichermaßen. Er erzählt in einer packenden Geschichte den lebendigen Albtraum von Alias, der als Albino in Tansania zur Zielscheibe von Aberglaube und Vorurteilen wird. Alexander Wadouh, als Koproduzent von „Oh Boy“ in bester Erinnerung, ist hier erneut an einem spektakulären Film beteiligt, der auch vom immer an extremen Stoffen interessierten Superstar Ryan Gosling vehement unterstützt wird. Gosling fungiert als Executive Producer und verhilft dem Film damit zu weltweiter Beachtung.

TIME LAPSE (USA 2014) – Regie Bradley King
Drei Freunde entdecken in der Wohnung des verschwundenen Nachbarn eine mysteriöse Maschine, die alle 24 Stunden ein Foto ausspuckt. Als sie entdecken, dass dieses Foto einen Blick in die Zukunft gewährt, genau genommen 24 Stunden, entspinnt sich ein verhängnisvolles Spiel um Manipulation, Versuchung und die alte Frage – kann und darf man die Zukunft verändern, wenn man sie kennt. Ein Mindfuck-Film mit höchst origineller Ausgangssituation, ein kleines Juwel des Independent Kinos.

CARTONNISTS: FOOTSOLDIERS OF DEMOCRACY (FR 2014) IP – Regie Stephanie Valloatto
Dieses Regiedebüt von Stephanie Valloatto nimmt uns mit auf eine höchst ungewöhnliche Reise um die Welt. Mit politischen Cartoonisten aus 11 Ländern zeigt der Film den Kampf gegen Zensur und Unterdrückung, der nicht mit Waffen, sondern mit einem Lächeln im Gesicht geführt wird. Ein entwaffnend bezauberndes Portrait der Fußsoldaten der Demokratie, im Wettbewerb von Cannes als großes Ereignis außer Konkurrenz gefeiert.

LOST SOULS: THE DOOMEDJOURNEY OF RICHARD STANLEY’S ISLAND OF DR. MOREAU (USA 2014) DP
Regie David Gregory
Die längst überfällige Geschichte um die legendenumrankten Dreharbeiten zur Neuverfilmung von H.G. Wells Klassiker der phantastischen Literatur, Die Insel des Dr. Moreau. Der junge, von Hollywood hochgejubelte Filmemacher Richard Stanley wurde mit der Verfilmung seines eigenen Drehbuchs beauftragt, seine erste Studioproduktion zu inszenieren. Als Marlon Brando für die Titelrolle engagiert wird, wird aus den hochfliegenden und ambitionierten Plänen des Südafrikanischen Filmemachers ein Albtraum, wie ihn nur Hollywood produzieren kann. Nicht nur für Filmfans eine unwiderstehlich tragikomische Geschichte vom Monster Hollywood, das seine Kinder frisst!

Bildmaterial finden Sie auf unserer Homepage unter http://www.filmfest-oldenburg.de/presse/downloads/


Für weitere Fragen stehen wir Ihnen natürlich jederzeit gerne zur Verfügung!


Freundliche Grüße
Internationales Filmfest Oldenburg

Tony – Die Agentur GbR
Lavinia Reinke – Lavinia.Reinke@filmfest-oldenburg.de - 0174/3408 691
Kathrin Ast – Kathrin.Ast@filmfest-oldenburg.de - 0173/983 19 02


Pressebüro Filmfest Oldenburg:
Katharina Mehrhardt und Weronika Specht – presse@filmfest-oldenburg.de - 0441/2178 595