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PM 1: Filmfest Oldenburg setzt German Independence Award aus

06.05.14

 

Das Internationale Filmfest Oldenburg wird vom 10. bis zum 14. September zum 21. Mal stattfinden. Nach einem erfolgreichen Jubiläumsjahr 2013 mit höchster Besucherauslastung und großer nationaler und internationaler Wahrnehmung für Oldenburg, muss das neue Jahr nun einen Einschnitt verkraften.

Aufgrund weiterer Budgetkürzungen und einer anhaltenden Restriktion der kommunalen Förderung wird der renommierte Jurypreis für den besten deutschen Film in diesem Jahr vom Festival nicht vergeben. Festivalleiter Torsten Neumann sieht sich zu diesem einschneidenden Schritt gezwungen, da der Bestand des Festivals auf einem angemessen hohen internationalen Niveau aufgrund von dringend nötigen Mehraufwendungen unter anderem im Bereich der Projektionstechnik sonst nicht haltbar wäre. Neumann dazu: „Gerade durch die großen Erfolge aus den letzten Jahren, in denen etwa Jan-Ole Gersters „Oh Boy“ hier in Oldenburg 2012 mit dem German Independence Award der Anschub für eine wirklich großartige Erfolgsgeschichte bis hin zu sechs Deutschen Filmpreisen – den Lolas – gegeben wurde, fällt es schwer, dieses Aushängeschild des Festivals und seiner Stadt nun nach 10 Jahren vorerst auszusetzen. Ich hoffe wir werden einen Weg finden, dieses Erfolgskonzept für Oldenburg in Zukunft wieder umsetzen zu können.“

In den vergangenen Jahren hat die Vergabe des Preises und seine einzigartige Aufstellung, diesen durch eine internationale Jury vergeben zu lassen, dem Festival bundesweit und international Renommee verschafft junges deutsches Kino maßgeblich gefördert. Als Jurymitglieder waren Stars wie Oscargewinnerin Mira Sorvino, Matthew Modine, Deborah Kara Unger, Bobcat Goldthwait oder Stacy Keach in Oldenburg zu Gast. Die Geschäftsführerin der Oldenburger Tourismus- und Marketing GmbH, Silke Fennemann, äußerte sich ebenfalls sehr betroffen von dieser Entscheidung: „Aus meiner Sicht ist das sehr bedauerlich, dieser Preis hat der Stadt Oldenburg in der Vergangenheit sehr viel überregionale Aufmerksamkeit und Anerkennung verschafft. Wir alle erinnern uns an den grandiosen Erfolg von „Oh Boy“ und seinen Auftakt hier in Oldenburg. Auch für das junge deutsche Kino hat dieser Preis inzwischen eine hohe Wertschätzung gewonnen.“

Der Preis wurde 2004 vom damaligen Oberbürgermeister Dietmar Schütz (SPD) mit der Bildung eines engagierten Stadtmarketings ins Leben gerufen und mit insgesamt 50.000 Euro zur Umsetzung auch mit Blick auf Marketingaspekte für Oldenburg ausgestattet. 2010 wurde dieser Betrag durch den Stadtrat entgegen dem Haushaltsvorschlag der Stadt aus der Förderung des Festivals gekürzt, einer kurzen Aufstockung der Mittel 2011 folgten abermals Kürzungen in 2012, die nun weiter Bestand haben. Der Jurypreis des Festivals wurde in den vergangenen vier Jahren durch kurzfristige Unterstützung von Sponsoren immer wieder am Leben erhalten, vor allem der Hauptsponsor des Festivals, die Oldenburgische Landesbank, hat sich hierfür mehrfach eingesetzt.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie diese Mitteilung des Filmfest Oldenburg in Ihren Medien berücksichtigen. Bei Fragen und Materialwünschen können Sie sich jederzeit an uns wenden.

Herzliche Grüße

Internationales Filmfest Oldenburg | Kontakt: +49.441.9250855  | info(at)filmfest-oldenburg.de | www.filmfest-oldenburg.de