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PM09: Filmfest stellt Trailer und Highlights vor

14.08.12

Festivalleiter Torsten Neumann präsentierte während der Pressekonferenz am Dienstag, den 14.08.2012, im CinemaxX Oldenburg den neuen Festivaltrailer, der ab dem 16. August bundesweit in mehr als 50 Kinos anläuft. Der Dreiminüter wurde im Juli in Oldenburg gedreht. Billy Wilders Klassiker „The Lost Weekend“ stand für den Kurzfilm Pate. Jan Plewka übernimmt darin die Oscar-prämierte Rolle des an der Bar sinnierenden Ray Milland. Arno Frisch ist sein kongenialer Gegenpart hinter der Theke. Freunde des Festivals werden am Drehort des Trailers ihre Freude haben: Der Film wurde komplett in der legendären Bar Marvin’s gedreht, die jedes Jahr Schauplatz einer Party während des Festivals ist. Thomas Stiller führte Regie, Kamermann Philipp Sichler tauchte die Geschichte  um den visionären Trinker, der seiner Vision von Oldenburg hinterherträumt, stilecht in schwarz-weiß.

Torsten Neumann gab einen Ausblick auf weitere Programmhighlights:

Der Anfang des Jahres verstorbene Schauspieler Ben Gazzara war immer davon überzeugt, dass er niemand anderes als er selbst sein wolle. Mit seiner sehr persönlichen Dokumentation zeigt Regisseur Joseph Rezwin den Mann hinter der Schauspielermaske. Gazzara ist ein ergreifender Blick auf das Leben des New Yorkers, der im Jahr 2001 Ehrengast des Festivals war. Dass Blut bekanntlich dicker als Wasser ist, zeigt Booster, der neue Film mit Independent-Ikone Seymour Cassel, der in diesem Jahr in Oldenburg den nach ihm benannten Seymour Cassel Award präsentieren wird. Regisseur Matt Ruskin wurde durch sein von Bruce Willis produziertes Hiphop Project bekannt und widmet sich mit dem eindringlichen Drama Booster den kriminellen Verstrickungen einer Bostoner Familie. Hollywoodstar Famke Janssen gibt mit Bringing up Bobby ein beeindruckendes Regiedebüt und zeigt, dass ihr Herz für das Independent-Kino schlägt. Trickbetrügerin Olive, gespielt von Milla Jovovich, versucht in Oklahoma ihrer kriminellen Vergangenheit zu entfliehen, um ihrem Sohn Bobby ein besseres Leben zu ermöglichen. Doch als diese sie einholt, steht sie vor einer Entscheidung, die ihr ganzes Leben verändern wird. Der Film hat in Oldenburg seine Deutschlandpremiere. In Kristen Sheridans Dollhouse bricht eine Gruppe von Jugendlichen aus der irischen Unterschicht in eine Upper-Class-Wohnung in einem noblen Vorort Dublins ein. Sheridan besaß den Mut, ihren Film komplett mit Laiendarstellern zu besetzen – ein Risiko, dass sich in hervorragender Weise ausgezahlt hat. The Taiwan Oyster ist das Regiedebüt von Mark Jarrett, der den Film in Oldenburg als internationale Premiere präsentiert. Der Film handelt von zwei in Taiwan lebenden Amerikanern, die den Leichnam eines Landsmannes stehlen und sich zur Beerdigung auf eine Reise durch ihre Heimatinsel begeben. Tod, Transzendenz und Traditionen werden von Jarrett zusammengewoben. Mit Outrage Beyond zeigt das Festival wenige Tage nach der Weltpremiere in Venedig die Deutschlandpremiere des neuen Dramas von Regie-Großmeister Takeshi Kitano. Ging es Kitano in Outrage (2010) noch um die interne Auseinandersetzung zwischen Polizei und  Yakuza, so steht bei der Fortsetzung Outrage Beyond ein durch den Fahndungsdruck der Polizei verursachter Bandenkrieg im Mittelpunkt. Zero Killed ist eine bedrückende und zugleich intellektuell äußerst ansprechende Studie über verborgene Wünsche und geheime Gedanken. Regisseur Michal Kowakowski bat Menschen verschiedenster Herkunft, Kurzfilme über ihre Mordphantasien zu drehen. Voraussetzung dafür war, dass sie selbst zum Darsteller werden – sei es als Täter oder als Opfer.

Eine thematische Sonderreihe ist in diesem Jahr Musikdokumentationen gewidmet.  Unter anderen wird dort der Film Butch Walker out of Focus zu sehen sein. Shane Valdés und Peter Harding nehmen den Zuschauer mit auf Tour und porträtieren einen Musiker, der vor allem als Songwriter für Popgrößen geglänzt hat. Walker wird nicht nur beim Festival zu Gast sein, sondern als besonderes Highlight ein Konzert in der JVA spielen. Märchen im Musikgeschäft gibt es nicht? Ramona S. Diaz Don’t stop Believin‘: Everyman’s Journey überzeugt uns vom Gegenteil und zeigt, dass jeder das Zeug zum Rockstar haben kann. Der Film begleitet Arnel Pineda auf seiner persönlichen Reise von einer Internet-Bekanntheit zum angesagten Frontmann einer Rockband. Eine Neuauflage erlebt der siebziger Jahre Klassiker Stony Island in komplett digital überarbeiteter Fassung. Andrew Davis gab mit diesem Film sein Regiedebüt – das Buch schrieb er zusammen mit Tamar Simon Hoffs. Ihr Film, in dem Hoffs Tochter und spätere Frontfrau der Bangles Susanna Hoffs ihr Schauspieldebüt gab, erzählt die zeitlose Geschichte von zwei Freunden, die sich gegen alle Widerstände mit ihrer R&B Band einen Namen im Chicago der 70er Jahre erspielen. In Lil‘ Buck präsentiert Ole Schell uns einen Teenager aus den Straßen Atlantas, dessen Tanzkunst ihn bis nach China führt, wo er gemeinsam mit Yo-Yo Ma und Meryl Streep auf der Bühne steht. Sein ungewöhnlicher Tanz kann Grenzen durchbrechen und spannt den Bogen zur fremden chinesischen Kultur. Im Dokumentarfilm The Punk Syndrome begleiten Jukka Kärkkäine und Jani-Petteri Passi die finnische Punkband „Pertti Kurikan Nimipäivät“ auf ihrer Tour. Krach, Müll, wüste Beschimpfungen – Punkrock eben. Die Bandmitglieder sind alle geistig behindert, rocken aber trotzdem oder grade deswegen Abend für Abend die Bühne und begeistern ihr Publikum.

Ein weiteres Highlight ist das PAH Fest Intercontinental 2012 im Rahmen des 19. Internationalen Filmfest Oldenburg. Christopher Coppola wird zum inzwischen vierten Mal Gast des Festivals sein und sein neuestes Projekt mit an die Hunte bringen. Beim PAH (PROJECT ACCESSIBLE HOLLYWOOD) erhalten Schüler verschiedener Altersstufen die Gelegenheit, mit Digitalkameras richtige Kurzfilme zu drehen. Coppola folgt mit dem PAH Konzept der Tradition seines Onkels Francis Ford Coppola. Ihm geht es darum, mit aktueller Technologie Schülern Filmtechniken beizubringen und mit ihnen unterschiedliche Filmprojekte zu realisieren. Für das PAH Fest im Rahmen des Internationalen Filmfestivals Oldenburg werden Schüler der Freien Waldorfschule Oldenburg unter Anleitung von Coppola ihre Filme drehen, während zeitgleich an der Pacoima Charter School in Los Angeles amerikanische Schüler an ihren Filmen arbeiten. Die Ergebnisse der transkontinentalen Kooperation (die Schüler tauschen sich online über ihre Arbeiten aus und arbeiten teilweise auch zusammen) werden im Rahmen des Festivals der Öffentlichkeit präsentiert und das Publikum kann online über den Sieger des Wettbewerbs abstimmen.

Angesichts der weiter angespannten Budgetsituation ist das Festival glücklich die CEWE COLOR AG als neuen Premiumsponsor begrüßen zu können. Neu mit dabei als Sponsoren sind zudem der City Airport Bremen, Turkish Airlines und Flyerheaven.

Wir freuen uns sehr über die gute Zusammenarbeit und danken unseren Förderern, Hauptsponsoren, Sponsoren und Partnern:
Förderer: nordmedia/ EFRE Förderung und die Stadt Oldenburg.
Hauptsponsor: Die OLB - Oldenburgische Landesbank
Premiumsponsor: EWE AG und CEWE COLOR AG
Sponsoren: Airport Bremen, Turkish Airlines, ACARA Hotel, Männermode Bruns, Audi Zentrum Oldenburg, altera Hotel & Restaurant und Flyerheaven, die dieses Jahr erneut das Filmfestival unterstützen.
Die Nordwest Zeitung ist, wie in den letzten Jahren auch, der bewährte Medienpartner.

Bildmaterial zu den Filmen, das Plakat und den neuen Trailer finden Sie ab sofort auf unserer Homepage im Pressebereich unter Downloads.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Programmhighlights in Ihren Medien berücksichtigen. Bei zusätzlichem Informations- oder Materialbedarf freuen wir uns auf Ihren Anruf oder auf Ihre Email.

Freundliche Grüße
Manuel Siebert           

Kontakt:

Presse Internationales Filmfest Oldenburg
+49.441.2178595
presse(at)filmfest-oldenburg.de