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PM07: Neuer Preis in Oldenburg – und erste filmische Highlights

03.08.12

Kaum ein Schauspieler steht mehr für eine Leidenschaft und Liebe für das unabhängige Filmemachen als der Amerikanische Darsteller Seymour Cassel. Seit nunmehr über 50 Jahren steht er vor der Kamera, wird verehrt für seine Arbeiten mit John Cassavetes und gilt als DAS Gesicht des Unabhängigen Kinos. Von Sam Peckinpah, Don Siegel über Ken Russell, Alexander Rockwell bis hin zu Wes Anderson haben sich große Filmemacher von seiner darstellerischen Präsenz mitreißen lassen, für seine Leistung in Cassavetes‘ „Faces“ wurde Cassel für den Oscar nominiert.

Das Filmfest ist sehr glücklich, einen neuen Darstellerpreis mit seinem Namen schmücken zu dürfen. Seymour Cassel wird den nach ihm benannten Seymour Cassel Award im Rahmen des 19. Internationalen Filmfest Oldenburg persönlich überreichen. Der Preisträger wird aus den für den German Independence Award: Bester Deutscher Film nominierten Filmen gekürt und von der internationalen Jury ausgewählt. Der German Independence Award wurde 2004 ins Leben gerufen und nunmehr auf vier Kategorien erweitert. In den 9 Jahren seines Bestehens hat sich der Award zu einem bedeutenden Filmpreis für unabhängiges und junges Filmschaffen etabliert und genießt auch international hohes Ansehen.

Die ersten Titel im Programm setzen erneut starke Akzente auf Oldenburgs Profil als wichtige Plattform für unabhängiges Kino. Schauspieler stehen im Mittelpunkt, vor und auch hinter der Kamera.

In Sean Bakers Starlet beweist Ex-Model Dree Hemingway mit einer eindringlichen darstellerischen Leistung endgültig ihren Status als großes upcoming-talent des US-Kinos. Der Film wird nach seiner Europapremiere in Locarno in Oldenburg als Deutschlandpremiere präsentiert. Mit der internationalen Premiere von Fat Kid Rules the World stellt Hollywoodstar Matthew Lillard sein Regiedebüt vor. Lillard bleibt auch als Regisseur seinem Punk-Ethos treu – der Film lebt von der authentischen „so bin ich, akzeptiert es oder lasst es bleiben“-Attitüde seiner Protagonisten.

Marshall Lewys California Solo gibt seinem Hauptdarsteller Robert Carlyle Raum für eine seiner sensibelsten Darstellungen in einer an Highlights reichen Karriere. Carlyle ist grandios als vergessener Brit-Pop Star, der sich nach Kalifornien zurück gezogen hat und hofft, dass die Welt sich nicht mehr an ihn und seinen verblichenen Ruhm erinnert.

Pursuit of Loneliness ist ein ungewöhnliches Projekt, mit dem Lawrence Thrush beim diesjährigen Sundance Festival auf sich aufmerksam machen konnte. Durch eine intensive Bildsprache und durch Themen, mit denen sich normalerweise niemand beschäftigen will: Die Vorbereitung auf den Tod und die bürokratische Seite des Sterbens.

Produzent Eddy Moretti brachte für The Fourth Dimension mit Harmony Korine, Aleksei Fedorchenko und Jan Kwiecinski drei große Außenseiter des internationalen Kinos zusammen, die gemeinsam ein sehenswertes Kurzfilm-Triptychon realisiert haben. In den Episoden um Motivationskünstler, Zeitreisen und postapokalyptische Hipster begeistert Val Kilmer in der Rolle seines Lebens – als Val Kilmer!

Eine bitterböse Satire über Moral, Tugend und den Wert des Lebens zeigt der als Komiker vor der Kamera berühmt gewordene Bobcat Goldthwait mit seinem neuen Film God Bless America. Ein ungleiches Paar begibt sich auf einen ausgedehnten Amoklauf, der ihren ganz eigenen Gesetzen folgt. Der Film wird in Deutschland von Kino Kontrovers vertrieben.

Geoffrey Fletcher hat für das Drehbuch zu „Precious“ den Oscar erhalten. Bei seinem Regiedebüt hat er sich ein völlig anderes Thema ausgewählt: Violet & Daisy ist eine faszinierende Mischung aus surrealem Kunstfilm, Komödie und Action-Drama um zwei jugendliche Attentäterinnen. Auch Girls against Boys von Austin Chick erzählt aus weiblicher Perspektive eine Story, die auf dem ersten Blick eine Rachestory sein könnte, dann aber mit viel inszenatorischem Witz Genres variiert und den Zuschauer mit auf eine Reise nimmt, die man immer wieder neu hinterfragen muss. Beide Filme werden in Deutschland von Capelight Pictures verliehen.

Fotos zu den vorgestellten Filmhighlights können Sie auf unsere Webseite unter www.filmfest-oldenburg.de/presse/downloads/ finden.

In allen Belangen und Anfragen bzgl. der Pressearbeit, Akkreditierungen und Interviewwünschen steht Ihnen das Presseteam des Festivals unter unten angegebenem Kontakt gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Manuel Siebert
Internationales Filmfest Oldenburg

Kontakt: +49.441.2178595
presse(at)filmfest-oldenburg.de