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„Die Erfindung der Liebe“ eröffnet das 20. Internationale Filmfest Oldenburg

23.08.13

 „Was ist denn jetzt mit dem Film? Kann der jetzt überhaupt fertig gemacht werden?“

Vor dieser Frage stand nicht nur Terry Gilliam gleich mehrere Male. Auch Lola Randl, deren „Die Libelle und das Nashorn“ im letzten Jahr auf dem Filmfest mit einer lobenden Erwähnung der Internationalen Jury ausgezeichnet wurde, musste sich dieser Frage stellen. Ihre Hauptdarstellerin Maria Kwiatkowsky starb während der Dreharbeiten zu „Die Erfindung der Liebe“ an einem Herzversagen. Durch eine Verwandlung der Geschichte ist ihr - wie Terry Gilliam nach dem Tode Heath Ledgers bei  „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ - trotzdem Vollendung gelungen. Die schon gedrehten und die neuen Aufnahmen entfalten im Zusammenspiel auf der Leinwand ihre eigene Kraft.

„Es ist ein Film, der mit sich selber ringt und seine Form findet.“  - Lola Randl

Aus Randls Liebesdrama ist nach dem tragischen Tod ihrer Hauptdarstellerin ein Film über das Leben und den Tod entstanden – und über das Filmemachen. Ein Film, der übliche Erzählkonventionen bricht und sich mit sich selbst auseinandersetzt. Die Figuren verändern sich, der Lauf der Geschichte durchbricht die vierte Wand zum Zuschauer und macht aus „Die Erfindung der Liebe“ ein einzigartiges Kinoerlebnis und gleichzeitig ein liebevolles cineastisches Denkmal für den viel zu früh verstorbenen, mit Preisen überhäuften Nachwuchsstar, Maria Kwiatkowsky.

Der Film eröffnet am Mittwoch, den 11. September, um 19.00 Uhr im Oldenburgischen Staatstheater feierlich das 20jährige Jubiläum des Internationalen Filmfest Oldenburg. Regisseurin Lola Randl wird diesen gemeinsam mit weiteren Gästen zum Film vorstellen. „Die Erfindung der Liebe“ ist ein deutsch-luxemburgischer Film von Lola Randl produziert von Coin Film im Verleih von NFP. Neben der verstorbenen Maria Kwiatkowsky als Fixstern des Filmes, spielen Bastian Trost, Sunnyi Melles, Samuel Finzi, Irm Hermann und Mario Adorf die Hauptrollen.

Zum Inhalt:
Es hätte ein Film über eine Liebesintrige werden sollen, über die von Maria Kwiatkowsky gespielte Schauspielschülerin, die zusammen mit ihrem Freund (Bastian Trost) eine reiche Unternehmerin (Sunnyi Melles) um ihr Geld bringen will. Durch die Evolution des Projektes ist daraus eine aufregende Film-im-Film-Geschichte entstanden, in der Marie Rosa Tietjen als Praktikantin an einem Filmset die Rolle der verschwundenen Hauptdarstellerin übernimmt. Fantasie und Realität verschwimmen. Die Grenzen zwischen den Filmwelten gehen nahtlos ineinander über und werden gleichzeitig zum Spiegel – zu einem Werk, das sich selbst völlig neu erfindet und den Zuschauer auf eine faszinierend verstrickte Reise mitnimmt.