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Die nominierten Filme für den "German Independence Award - Bester Deutscher Film"

29.08.12

Fünf herausragende Filme aus Deutschland und Österreich gehen ins Rennen um die Gunst der internationalen Jury.

„German Independence Award – Bester Deutscher Film“. Die Nominierungen:

Die Besucher: Constanze Knoche gibt ihr Debüt als Autorin und Regisseurin mit einer Betrachtung von Lebenslügen und der verzweifelten Suche nach Glück. Alte Konflikte brechen aus, als Jakob seinen erwachsenen Kindern einen Besuch abstattet und erklärt, dass er deren finanzielle Unterstützung nicht länger leisten kann. Seine Frau hat zwar seine überhastete Abreise und die Aufkündigung der Familienfinanzierung verschlafen, stößt aber dennoch bald zu der unfreiwilligen Familienvereinigung hinzu. Knoche dirigiert ihr Ensemble aus disparaten Figuren mit großer Feinfühligkeit und viel Empathie.

Die Libelle und das Nashorn: Nachdem sie 2008 bei der Berlinale ihr Debüt mit „Die Besucherin“ gegeben hat, kehrt Regisseurin Lola Randl mit der Geschichte einer ganz besonderen Nacht zurück auf die Leinwand. Die junge Autorin Nina (Fritzi Haberlandt) und ein alternder Schauspieler (Mario Adorf) sitzen gemeinsam in einem Hotel fest. Zunächst sieht es bei den beiden so aus, als würden sich Gegensätze nicht anziehen. Dann wird aus einer Reihe distanzierter Rollenspiele eine Nacht die das Leben der beiden ändert.

Oh Boy: Jan Ole Gerster präsentiert ein Spielfilmdebüt ganz im Stile eines jungen Woody Allen: Der Endzwanziger Niko (Tom Schilling) ist mehr Betrachter als Darsteller seines Lebens. Trotz mäßigem Erfolgs und einer wachsenden Außenseiterrolle verspürt er weder Angst noch Sorge. Doch als er in finanzielle Schwierigkeiten gerät, sein soziales Leben auf den Kopf gestellt wird und er in Berlin keinen guten Kaffee mehr finden kann, sieht er sich gezwungen, die Probleme anzugehen.

Stillleben: Bernhard findet heraus, dass sein eigener Vater pädophil ist. Und ausgerechnet seine Schwester Lydia gerät ins Zentrum dieses bisher gut gehüteten Geheimnisses. Während die Mutter versucht, nach außen das heile Familienbild zu wahren, scheint das fragile Familiengefüge in Wirklichkeit zu zerbrechen. Österreichs Singer-Songwriter Sensation Soap & Skin, Anja Plaschg, gibt ihr Debüt als Schauspielerin. Sebastian Meises Spielfilmdebüt wurde dieses Jahr mit dem Großen Diagonale Preis für den besten österreichischen Spielfilm ausgezeichnet.

Zero Killed: Dieses Langfilmdebüt des preisgekrönten Experimentalregisseurs Michal Kosakowski könnte nicht relevanter oder erschreckender sein. Eine Gruppe völlig durchschnittlicher Menschen, ohne kriminellen Hintergrund, lässt sich über ihre ganz privaten Mordfantasien befragen. Sie dürfen diese sogar filmisch gestalten, wenn sie dabei entweder die Rolle des Opfers oder des Täters spielen. Und das tun sie auch. Zu sehen, was dabei herauskommt, wenn ganz gewöhnliche Menschen ihrer Vorstellungskraft keine Fesseln anlegen ist schockierend, mutig, erhellend und harsch.