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Festivalfilme weiter erfolgreich / Ritterschlag für Detlef Rossmann / "Atmen" für Europäischen Filmpreis nominiert

18.10.11

»Festivalfilme weiter erfolgreich«

Auch wenn die 18. Festivaledition seit nunmehr einem Monat zu Ende gegangen ist, bleiben und werden die präsentierten Filme erfolgreich in Film Festival Circuit und an der Kinokasse.

Eine große Präsenz Oldenburger Premieren konnte man so in Sitges erleben, bei Europas wichtigstem Festival für Fantasy und Genrefilm. Neben „The Theatre Bizarre“, dem Kompilationsfilm von David Gregory, Buddy Giovinazzo, Douglas Buck, Richard Stanley, Tom Savini, Karim Hussain und Jeremy Kasten, der in Oldenburg zwei Zuschauer in Ohnmacht fallen ließ, wurden auch „22nd of Mai“ von Koen Mortier und „Road to Nowhere“ von Altmeister Monte Hellman ins Programm gewählt.

Für „The Theatre Bizarre“ geht die Festivaltour in Südamerika weiter, wo der Film beim Festival del Cine Fantástico in Santiago de Chile am 18. Oktober gezeigt wird. Am 29. Oktober wird er in US-Premiere im Lincoln Center in New York in der Scary Movies Series zu sehen sein, nachdem er erneut in Kanada beim Toronto After Dark Film Festival am 23. Oktober läuft.

Erfolgreich ist auch Oldenburgs Galafilm „The Way“, der bei seiner Deutschlandpremiere in der St. Lamberti-Kirche mit minutenlangen Standing Ovation honoriert wurde. Dieser startete nun in den US-amerikanischen Kinos mit sehr guten Besucherzahlen. Vorangegangen waren eine große Premiere in Los Angeles und eine Benefiz-Vorstellung in New York, an der u.a. der ehemalige US-Präsident Bill Clinton teilnahm.

Besonders die Filme unserer renommierten Independent Reihe lassen sich auf weiteren großen Festivals wiederfinden. Der Martial-Arts-Streifen „Brawler“ von Chris Sivertson eröffnete jüngst das New Orleans Film Festival. Oldenburgs Publikumsliebling „Happy New Year“ gewann den Preis für den besten Film beim Anna’s Vision/North Country Film Festival. Außerdem ist der Film in der Auswahl des gerade laufenden Indie Filmfests in den Hamptons. Hier sind weiterhin Matthew Modines „Jesus was a Commie“ und „Natural Selection“ im Line-up. Robbie Pickerings Regiedebüt gewann im Vorfeld den Publikumspreis beim Filmfestival von Athen und war Eröffnungsfilm des Tacoma Film Festivals.

Einen weiteren Hauptpreis konnte der Film „Pig“ von Henry Barrial abräumen. Beim Shriekfest in Los Angeles gewann er den Preis für den besten Film. Als nächstes wird „Pig“ beim Orlando und beim St. Louis Film Festival zu sehen sein.

Aber auch der deutsche Film „Der Brand“ bewegt sich auf internationalem Parkett. Nach seiner Aufführung beim Festival des Deutschen Films in Paris schafft er es bis nach Indien zum Goa Film Festival.

 

»Ritterschlag für Detlef Rossmann«

Grund zur Gratulation ergab sich aber auch in Oldenburg. Am 10. Oktober kam Dr. Detlef Rossmann, Vorsitzender der AG Kino Gilde e.V., Geschäftsführer des Casablanca Kinos in Oldenburg und langjähriger Unterstützter des Filmfest Oldenburg, die Ehrung zum Ritter für Kunst und Literatur der Republik Frankreich (Chevalier dans l’Ordre des Arts er des Lettres) zu Teil.

Hiermit wurde sein Engagement in der internationalen Kinopolitik und für den europäischen Arthouse-Film als Präsident des Internationalen Verbands der Filmkunsttheater CICAE gewürdigt. Außerdem honorierte man seinen Einsatz für die französische Schulfilmreihe Cinéfête und den damit verbundenen deutsch-französischen Kulturaustausch.

Die Auszeichnung fand durch den französischen Botschafter Bernard de Montferrand in der Französischen Botschaft in Berlin statt. Den Glückwünschen schließt sich das Filmfest Oldenburg an.

 

»”Atmen” für den Europäischen Filmpreis nominiert«

Vergangene Woche gab die Europäische Film Akademie die nominierten Debütfilme für den diesjährigen Europäischen Filmpreis bekannt. Mit dabei: Der österreichische Film „Atmen“ von Karl Markovics. Der Film lief in Oldenburg im Wettbewerb um den German Independence Award – Bester Deutscher Film und wurde vom Publikum des Festivals und den Insassen der Justizvollzugsanstalt, wo der Film u.a. gezeigt wurde, sehr gut angenommen. Der österreichische Schauspieler und Regisseur Karl Markovics zeigt mit seinem Erstlingswerk ein außergewöhnliches Stück Sozialrealismus: Der neunzehnjährige Roman Kogler (Thomas Schubert) steht kurz vor seiner möglichen vorzeitigen Haftentlassung aus der Jugendstrafanstalt. Er hat jedoch schlechte Karten - verschlossen, einzelgängerisch, ohne familiären Anschluss, scheint er für eine Sozialisierung unfähig.

Die fünf nominierten Filme werden nun allen 2.500 Mitgliedern der Europäischen Film Akademie zugänglich gemacht. Diese stimmen über den Gewinner ab, der bei der 24. Verleihung der Europäischen Filmpreise in Berlin am 3. Dezember bekannt gegeben wird.

Im August wurde schon verkündet, dass Atmen als diesjährige Einreichung Österreichs um die Nominierung für einen Oscar ins Rennen geht. Die Entscheidung hierzu fällt im Januar 2012. Beim Filmfest Zürich gewann er weiterhin einen der Hauptpreise.

In den deutschen Kinos startet „Atmen“ am 08. Dezember 2011.