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TV-Premieren / Seymour Cassel in Kansas ausgezeichnet / John Gallaghers Theaterstück feiert Premiere

30.10.09

»„Schweinegeld“ und „Sieben Tage“ werden ausgestrahlt«

 In den kommenden Tagen erfahren zwei Filme, die auf dem vergangenen Filmfest Oldenburg als Weltpremieren präsentiert wurden, ihre Ausstrahlung im deutschen Fernsehen.

Am kommenden Sonntag wird der Berliner Tatort „Schweinegeld“ in der ARD um 20.15 Uhr zu sehen sein. Souverän führt Regisseur Bodo Fürneisen den Zuschauer in einen Fall ein, der bald überraschende Wendungen nimmt. So verbringt Ritter (Dominic Raacke) die meiste Zeit des Films im Krankenhausbett, von wo aus er natürlich nicht nur erfolgreich ermittelt, sondern auch mit sämtlichen Krankenschwestern anbändelt, und Stark (Boris Aljinovic) kümmert sich rührend um den verletzten Kollegen, den Fall und den übereifrigen Weber (Ernst-Georg Schwill), der kurz vor der Rente versucht in Ritters Rolle zu wachsen. Dass hinter diesem Mord im Schlachthaus und illegalen Menschenschiebern aber viel mehr steckt als in den meisten anderen Sonntagabend-Produktionen, zeigt sich schnell an den subtil montierten Bildern, der eleganten und evozierenden Kameraführung und den reduzierten Dialogen in denen immer mehr ungesagt bleibt als gut für die Beteiligten wäre.

Am Mittwoch, dem 4. November wird dann der Film „Sieben Tage“ von Petra Wagner im Primetime-Programm der ARD um 20.15 Uhr ausgestrahlt.

Es ist der Alptraum aller Eltern: Als die vierzehnjährige Lili nach einem Streit mit ihrer Mutter zusammen mit ihrer besten Freundin Bille spurlos verschwindet bricht für Marlis und Henry Fischer eine schreckliche Zeit an. Zunächst nimmt die Polizei die Sorgen der Fischers nicht ernst, doch dann weisen erste Indizien darauf hin, dass ein Verbrechen geschehen sein könnte. Im Zuge der Ermittlungen bröckelt die Fassade der heilen Familienwelt. Regisseurin Petra Wagner ist mit „Sieben Tage“ ein spannendes und atmosphärisch dichtes Familiendrama gelungen, das sich ganz auf seine starken Darsteller verlassen kann. Und mit Claudia Michelsen, Samuel Finzi und Uwe Bohm als Kommissar Frieden steht ihr eine wirklich besondere Darstellerriege zur Verfügung, die der Geschichte eine ebenso bedrohliche wie packende Atmosphäre verleiht. Ein ernster Film, der glänzend unterhält.

 

»“Reach for Me“ und Seymour Cassel setzen Siegeszug fort«

 Nach den Auszeichnungen beim Downtown Film Festival in Los Angeles und beim San Diego Film Festival setzen Oldenburgs Galafilm aus dem Jahre 2008 „Reach for Me“ und dessen Hauptdarsteller Seymour Cassel ihren Siegeszug fort. Es folgten Vorführungen in Las Vegas und beim Mill Valley Film Festival des California Film Institute. Zuletzt erhielt Seymour Cassel im Zuge der Vorführung von „Reach for Me“ beim Tallgrass Film Festival in Kansas den Ad Astra Award der Wichita Association for the Motion Picture Arts, der ihm für sein Lebenswerk verliehen wurde.

 

»John Gallaghers Inszenierung von „Five Women Wearing the Same Dress“ feiert Premiere«

John Gallaghers Inszinierung von „Five Women Wearing the Same Dress” feierte am Donnerstag im historischen Duo Theatre in New York seine Premiere. Das Theater erlangte Berühmtheit, als Andy Warhol dieses Ende der 1960er Jahre anmietete und dort Pornofilme drehte. Später wurde die berühmte Operettenszene des zweiten Teils von Francis Ford Coppolas „Der Pate“ dort gefilmt.

„Five Women Wearing the Same Dress“ wurde von dem Drehbuchautor Allen Ball geschrieben, welcher sich für Erfolge wie „American Beauty“ und die TV-Serien „Six Feet Under“ und „True Blood“ verantwortlich zeigte. Zum Ensemble zählen Stefano Da Fre, Darla Delane, Allie Dunbar, Kate Eisenhower, Krissy Garber, und Lauren Schacher, die in Oldenburg zusammen mit John Gallagher ihren Film „Beautiful“ präsentierte. Das Comedy-Drama spielt während eines Hochzeitsempfangs in Tennessee.  Die fünf Brautjungfern bemerken während der Feierlichkeiten unter anderem, dass sie untereinander eine stärkere Freundschaft verbindet, als sie zur Braut besteht. Das Stück ist nach bis zum 22. November zu sehen.