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PM 2: Matchbox Coproduction Lounge und erste Programm-Highlights

04.08.16

Das neue Koproduktions-Meeting Matchbox Coproduction Lounge ist eine Plattform, zur Entwicklung und Produktion von Projekten erfahrener Filmemacher und Nachwuchstalenten und wurde vom Team des Internationalen Filmfest Oldenburg entwickelt. Die eintägige Veranstaltung zielt darauf ab, Filmemachern und Produzenten während der fünf Festivaltage ein entspanntes und persönliches Umfeld zu bieten, um dort den Grundstein für zukünftige Kooperationen zu legen.

Unter den ausgewählten Projekten der  Erstauflage der Matchbox Coproduction Lounge wird unter anderen "Potsdamer Platz" von Buddy Giovinazzo präsentiert - das letzte von Tony Scott optionierte Projekt, das er als Regisseur umsetzen wollte. Aus Slowenien wird vom preisgekrönten Filmemacher Jan Cvitkovic und seinem Produzenten Miha Cernec "Mercedes Fire Horse“ präsentiert, und auch Leandro Taub, Hauptdarsteller in Alejandro Jodorowskys "Endless Poetry", wird sein erstes Regieprojekt  „The Dream of the Guest“, an dem die deutschen Produzenten Georg Georgi und Peter Rommel beteiligt sind, vorstellen. Weitere fünf Projekte von jungen Filmemachern aus den USA und Europa werden bei der Erstausgabe der Matchbox Coproduction präsentiert.

Das Programm des 23. Internationalen Filmfest Oldenburg ist in diesem Jahr von einer beeindruckenden Dominanz internationaler Debütfilme geprägt. Oldenburg konzentriert sich weiter auf  Entdeckungen junger Talente:

Stray Bullets, USA 2016, von Jack Fessenden
Seine Liebe zum Kino der 70er Jahre und dem 1974er Dodge Dart Custom regte den 13-jährigen Jack Fessenden dazu an seinen ersten Spielfilm zu Papier zu bringen. Jetzt, 3 Jahre später gibt der 16-jährige mit „Stray Bullets“ sein Regiedebüt - ein Tag im Leben zweier Jugendlicher, an dem eine zufällige Begegnung mit eine Gangsterbande auf der Flucht ihr Leben für immer verändern wird. Neben gestandenen Darstellern wie James LeGros und Kevin Corrigan, unterstützt Jacks Vater, New Yorker Independent Ikone Larry Fessenden, als Darsteller, Produzent und Kameramann dieses außergewöhnlich intensive Debüt einer jungen neuen Stimme im Independentkino. WELTPREMIERE

Hey Bunny, GER 2016, von Barnaby Metschurat und Lavinia Wilson
Für ihre Arbeit vor der Kamera wurden die renommierten deutschen Schauspieler Barnaby Metschurat und Lavinia Wilson bereits mit mehreren Auszeichnungen geehrt. „Hey Bunny“ ist ihre erste gemeinsame Arbeit als Filmemacher hinter der Kamera. Ihr gemeinsamer entwickelter und inszenierter Spielfilm um Adam, einen misanthropisch-paranoiden Ex-Hacker, der unter Verdacht gerät, ein Glücks-Forschungs-Labor sabotiert zu haben, wurde mit viel Leidenschaft, aber ohne jegliche Fördermittel über den Zeitraum von drei Jahren realisiert. Eine Slacker Komödie über idealistische Aktivisten, übernatürliche Hasen und den Glauben an das Glück. WELTPREMIERE

Are We Not Cats, USA 2016, von Xander Robin
Nachdem er an einem Tag Job, Freundin und Wohnung verliert, versucht ein junger Mann sein Leben umzukrempeln. Als ein Mädchen trifft, die seine zwanghafte Obsession teilt, Haare auszureißen und zu essen. Direkt nach seiner Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Venedig präsentiert  das Filmfest Oldenburg mit Xander Robin ein aufregendes junges Talent, der seinen Debütfilm mit erstaunlicher Balance zwischen bizarrer Story um unterdrückte Obsessionen und wunderbaren humanistischem Gespür für seine Charaktere erzählt. DEUTSCHLANDPREMIERE

We Are The Flesh / Tenemos la Carne, MEX 2016, von Emiliano Rocha Minter
Ohne Zweifel ist dieser mexikanische Film eines der aufregendsten Regiedebüts der letzten Jahre. Die mexikanischen Star-Regisseure Alejandro Iñárritu und Alphonso Cuarón sind begeisterte Unterstützer der Arbeit von Emiliano Rocha Minter, dessen polarisierende Story um einen alten Mann, der von der Idee besessen ist, seine Wohnung in eine mutterleibartige Höhle zu verwandeln, ein apokalyptisches Bild von Mexico entwirft. Als die Geschwister Lucio und Fauna den bizarren Unterschlupf entdecken und den Mann bitten, sie aufzunehmen, dringt  der  Film ein in eine bizarre Welt voller seltsamer Rituale, verstörenden sexuellen Beziehungen und einer Dynamik, aus der dunkle und destruktive Instinkte hervorgehen.

The Noonday Witch  / Polednice, CZE 2016, von Jiri Sadek
2014 gewannen sie für „Hany“ den German Independence Award in Oldenburg - jetzt tun sich Matej Chlupacek und Michal Samir mit Regiedebütanten Jiri Sadek zusammen, um eine alte slavische Sage neu zu interpretieren und präsentieren ein gespenstisches Drama mit Gänsehautgarantie. Um ihre Tochter vor der Wahrheit über ihren Vater zu schützen, zieht Eliska in ein kleines Dorf, in dem die heiße Mittagssonne über den goldenen Kornfeldern brennt. Die tschechische Star-Schauspielerin Ana Geislerova übernimmt die Hauptrolle in dieser phantastischen Fabel um verborgene Ängste und den Umgang mit Trauer und Leid. INTERNTIONALE PREMIERE

Chosen, UK 2016, von Jasmin Dizdar
Basierend auf wahren Begebenheiten, verfilmt Regisseur Jasmin Dizdar in seinem 2. Weltkriegs-Drama die abenteuerliche Reise von Sonson, einem ungarischen Juden, der versucht das Versprechen, dass er seine Frau auf dem Sterbebett gab, einzuhalten. Im Winter 1943 wagt sich Sanson auf eine Mission ins Warschauer Ghetto um dort seine Schwägerin vor der Deportation nach Ausschwitz zu retten. Dizdars sensible Rahmengeschichte wird mit einer komplexen und bewegenden Performance von Harvey Keitel unterstützt. EUROPAPREMIERE

White Rage / Valkoinen raivo, FIN 2015, von Arto Halonen
Arto Halonen ist einer der bedeutendsten und erfolgreichsten Dokumentarfilmer Europas. In seinem neuen Film begleitet er Lauri, ein traumatisiertes Opfer von Mobbing in der Schule, der, nachdem eine ebenso zufällige wie glückliche Fügung ihn vor einem geplanten Schulmassaker bewahrte, eine Laufbahn als Soziologe einschlug. Nun analysiert sich Lauri selbst und teilt mit dem Zuschauern gleichermaßen bedrückende und erhellende Erkenntnisse über ein zunehmend bedrohliches gesellschaftlichen Phänomens, das unterdrückte Seelen dazu bringt, unaussprechliche Akte der Gewalt zu begehen. DEUTSCHLANDPREMIERE

The Handmaiden / Ah-ga-ssi, KOR 2016, von Chan-wook Park
Der Regisseur Chan-wook Park ist ein Virtuose verwobener Geschichten und  radikaler Thriller, wie “Old Boy “ und “Sympathy for Lady Vengeance”. In der Adaption des Romans “Fingersmith” von der walisischen Autorin Sarah Waters entführt er uns erneut in sein verstörendes Universum der Unbarmherzigkeit. In drei Teilen und von verschiedenen Standpunkten aus erzählt der Film die Geschichte von dem Taschendieb Sook-Hee im Korea der 30er Jahre, der mit dem Plan angeheuert wird, das Vertrauen einer reichen und einsamen Erbin zu gewinnen, um ihr Geld zu rauben.

Der Tote im Westfjord, GER 2016, von Till Endemann
Franke Potentes Rückkehr nach Deutschland ist eigentlich ein Stoppover in der rauhen Natur Islands. In der Regie von Till Endemann spielt sie die ebenso coole wie verletzliche Krimiautorin Solveig Karlsdottir, die auf einem Besuch in ihrer alten Heimat nicht nur mit ihre eigenen, längst überwunden geglaubten Vergangenheit konfrontiert wird, sondern in ein Verbrechen stolpert, das scheinbar keinen der Einwohner interessiert. In einer wilden und kraftvollen Naturkulisse sieht sie sich Menschen gegenüber, die ihre eigenen Gefühle so sehr unterdrücken, dass es nur zwangsläufig scheint, dass sie wie die Geysire Islands irgendwann in unkontrollierter Energie ausbrechen. WELTPREMIERE

A Beautiful Day, USA 2016, von Phedon Papamichael
Mit einem außergewöhnlichen Kurzfilm kehrt der 2012 mit einer Retrospektive seiner Arbeiten als Filmemacher und Kameramann geehrte Phedon Papamichael nach Oldenburg zurück. Golden Globe Gewinner James Brolin verkörpert den 80- jährigen Witwer Gene, der in seinem monotonen Alltag feststeckt. Eines Tages aber bricht er plötzlich mit seinen üblichen Mustern um mit dem Entschluss etwas zu verändern. Papamichael liefert mit der ihm eigenen Zurückhaltung einen atemberaubenden Einblick in die unterdrückten Gefühle eines Mannes, sein Bereuen und seine letzte Abrechnung. INTERNATIONALE PREMIERE

 

Bildmaterial finden Sie unter http://www.filmfest-oldenburg.de

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Freundliche Grüße

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